QUO VADIS

DER BODENSEE MADRIGALCHOR
Dramatische Szenen für Soli, Chor, Orchester und Orgel

Die Konzerttermine

07.03.2019
Generalprobe, Liebfrauenkirche Singen

08.03.2019, 19 Uhr
Konzert, Liebfrauenkirche Singen

09.03.2019, 19 Uhr
Konzert, Pauluskirche Ulm

QUO VADIS

DER BODENSEE MADRIGALCHOR

Dramatische Szenen für Soli, Chor, Orchester und Orgel

Komponist: Felix Nowowiejski (1877-1946)

* BMC-PREMIERE MÄRZ 2019 *

GIB UNS DEINE STIMME

DER BODENSEE MADRIGALCHOR

Werde Teil unseres anspruchsvollen Chores.
Auch Gastsänger/innen sind willkommen.

Der Chor

Inhalt und Ziel unserer intensiven Chortätigkeit ist das Einstudieren, Vorbereiten und Aufführen großer, bedeutender Chorwerke aus der weltlichen und geistlichen Literatur.

Unter der künstlerischen Leitung unseres hochqualifizierten Dirigenten und Chorleiters, Andreas Jetter, sind wir voller Engagement und fiebern mit Begeisterung der nächsten Aufführung entgegen.

Eine besondere Vorliebe unseres Dirigenten und unseres Chores gilt der Aufführung von nicht alltäglich zu hörenden Werken, die zu Unrecht in Vergessenheit geraten sind und die es lohnen, wieder entdeckt und neu präsentiert zu werden. 

Der Schwerpunkt liegt auf Oratorien für Soli, Chor und Orchester wie etwa jüngst das grandiose und äußerst beeindruckende Werk „MOSES“ von MAX BRUCH.

Die Solopartien werden immer von namhaften Solisten aus dem In- und Ausland übernommen. 

Unser bevorzugtes Orchester ist die „Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz“, mit der wir in unserer fast 50-jährigen Geschichte viele erfolgreiche und begeisternde  Konzerte gestaltet haben.

Aufführungsorte sind Kirchen oder Stadthallen der näheren Umgebung wie etwa in Singen, Schaffhausen, Kreuzlingen oder der Reichenau; aber auch in Orten wie Oberndorf a.N., St. Gallen, Rorschach und in der Benediktiner-Abtei des Klosters Einsiedeln wurden Konzerte gegeben.

Unser Chor hat 60 ständige Mitglieder, die teilweise aus einem weiteren Umkreis kommen. Viele unserer Mitglieder sind in Ihren Heimatgemeinden zusätzlich noch sängerisch aktiv oder leiten gar selbst einen Chor.

Da unsere Werke oft eine große Besetzung von bis zu 100 oder gar mehr Stimmen erfordern, freuen wir uns sehr über neue Sänger-/Innen für alle Stimmlagen.

Singen gehört zu mir seit ich 10 Jahre alt bin.

Bruno aus Schaffhausen, seit 1997 im bmc

Das gemeinsame Musizieren macht einfach Spaß.

Wolfgang aus Radolfzell, seit 1986 im bmc

Gib uns deine Stimme und mach mit!

Für unser neues, anspruchsvolles Chorprojekt suchen wir geübte Sängerinnen und Sänger. Voraussetzung ist nicht das Singen vom Blatt, aber Noten lesen solltest Du schon können und Du solltest auch über eine gute flexible Stimme verfügen.

Vor allem aber solltest Du den Willen haben, regelmäßig an den Proben teilzunehmen und das Erarbeitete zu Hause zu vertiefen. Aber keine Sorge – niemand muss bei uns einzeln vorsingen!

> Geplante Aufführungen im März 2019.

> Proben sind 14-tägig, jeweils Freitag 17 – 19.30 Uhr. Zusatzproben als Intensivproben 2-3 mal jährlich jeweils Samstag 09.30 – 16.30 Uhr.

> Des Weiteren gibt es Probenwochenenden einmal im Jahr von Freitagabend bis Sonntagmittag.

> Außerdem bieten wir Stimmbildung.

> Die Proben werden von einem Korrepetitor begleitet.

Wir proben in der Grund-und Werkrealschule Stockach.
Bei Interesse wende Dich bitte jetzt an
Reinhold Beirer
eMail: 1.vorsitz@bodensee-madrigalchor.de

Nach 30 Jahren Chorleitung eines gemischten Chores hatte ich das Bedürfnis nach einer musikalischen Quelle für mich. Und nach einer beeindruckenden Aufführung des bmc von Beethovens Missa Solemnis im Jahre 1997 in Tuttlingen bewarb ich mich als Chorsänger. Seither durfte ich viele spannende Singstunden und erfolgreiche Aufführungen miterleben. Deshalb lohnt es sich allemal, den Anfahrtsweg von 35 km zur Probe in Stockach zu investieren.

Kurt aus Spaichingen, seit 1997 im bmc

Von hier kommen wir

Grund- und Werkrealschule Stockach

Hier proben wir: Tuttlinger Str. 9, 78333 Stockach

Stuttgart

Schaffhausen

Steißlingen

Horn

Rielasingen-Worblingen

Bodman-Ludwigshafen

Rehetobel

Singen

Sigmaringen

Radolfzell

Illmensee

Uhldingen

Stockach

Neuhausen

Löhningen

Dietingen

Balgheim

Oberndorf

Meßkirch

Kreuzlingen

Wald

Mühlheim

Konstanz

Mühlhausen-Ehingen

Spaichingen

Donaueschingen

Romanshorn

Tuttlingen

Gaienhofen

Frauenfeld

Immendingen

Ich singe gerne spezielle und tolle Werke mit einem super Dirigenten auf hohem Niveau, und ich sage voller Stolz, dass ich im bmc singen darf. Es ist mir eine Ehre!

Cornelia aus Romanshorn, seit 2016 im bmc

Es macht mir Freude, unbekannte, anspruchsvolle Stücke mit einem sehr fähigen und kompetenten Chorleiter einzustudieren.

Ulrika aus Singen, seit 2007 im bmc

2013 fragte mich eine Freundin aus dem Kirchenchor, die in vielen Chören die großen Werke mitsingt, ob ich nicht mal Lust aufs Verdi Requiem hätte? Ich hatte, und habe bis heute!

Monika aus Uhldingen, seit 2013 im bmc

Die Vorstandschaft

Reinhold Beirer

1. Vorsitzender

1.vorsitz@bodensee-madrigalchor.de

Ute Köhler-Ehrensberger

Pressearbeit

Wolfgang Dörr

Finanzen

--

Stellv. Vorsitzende/r

Felicitas Wachter

Interne Organisation

Ulrika Schwarz

Schriftführerin

Heidrun Zeller-Thorn

Öffentlichkeitsarbeit/Neue Medien

Der Dirigent

Unser Chorleiter Andreas Jetter

Unser Chorleiter Andreas Jetter

Andreas Jetter, gebürtig in Albstadt-Ebingen, hat sich sehr früh der Musik zugewandt und wartete schon  in  sehr jungen Jahren mit außergewöhnlichen Leistungen auf. So entschied dies auch seinen weiteren Lebensweg, 

Gefördert durch namhafte Musikerpersönlichkeiten wie Boris L’vov, Viktor Merzhanov, Alexandr Alexandrov oder Wei Tsin Fu trat Andreas Jetter nicht nur international als Solist zahlreicher Orchester (Klavier und Orgel) in Erscheinung, sondern festigte auch seinen Ruf als Dirigent im Rahmen seiner Tätigkeit als Dommusikdirektor an der Kathedrale von Chur (Schweiz) sowie als Münsterkantor am Radolfzeller Münster. Er studierte Klavier, Orgel, Dirigieren und Kirchenmusik in Esslingen, Tübingen, Trossingen, Tambov (Russische Föderation) und Moskau. Als Solist spielte er unter Dirigenten wie Yuri Simonov, Georgi Dimitrov, Vassilis Christopoulos, Dmitri Vassiliev, Vakhtang Jordania, Alexandr Mileykowski, Mak Ka Lok, Sebastian Tewinkel, Alexandru Ianos u. a. und trat als Solist oder auch als Dirigent mit Orchestern wie dem Sinfonieorchester der Russischen Föderation Moskau, der Philharmonia Moldova, Singapore Philharmonic Orchestra, den Nürnberger Symphonikern, der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz, der Württembergischen Philharmonie Reutlingen, der arcademia sinfonica, der Kammerphilharmonie Graubünden oder dem Barockorchester „Le phénix“ in Erscheinung.

Seit 2010 wirkt er als Dommusikdirektor an der Kathedrale Chur, wo ihm die Leitung des Vokalensembles Gaudete, des Byzantinischen Chores sowie die künstlerische Betreuung des Domchores obliegt. Seit 2013 leitet er als Münsterkantor am Münster Radolfzell am Bodensee den Münsterchor sowie den St. Meinradschor. Seit 2015 ist er Dirigent des Radolfzeller Kammerorchesters. Er ist künstlerischer Leiter der Churer Domkonzerte und des Churer Domorgelsommers. Konzertreisen führten ihn als Organist in die bedeutendsten Kathedralen Europas (Notre-Dame de Paris, Kathedrale von Metz, St. Paul´s Cathedral London, York Minster, Kathedrale von Lincoln, Kölner Dom, Münchner Dom, Berliner Dom, Bremer Dom, Schweriner Dom, Dom zu Oliva, St. Marien Danzig, Dom zu Graz, Dom zu Cuneo, Kathedrale von Zagreb u. v. m.). Als Pianist und Dirigent bereiste er neben Deutschland, Österreich und der Schweiz Länder wie Russland, Polen, Kroatien, Rumänien, Frankreich, Italien, Singapur und Indonesien.

Musik war für mich immer sehr wichtig als Ausgleich zur anstrengenden Arbeit in der Schule. Als wir 2015 einen neuen Dirigenten für den bmc gesucht haben, war für mich sofort klar: Andreas Jetter ist der Richtige für uns.

Birgit aus Überlingen, von Anfang an beim bmc

Zuvor habe ich nur in einem a-capella-Ensemble moderne Stücke aus der Unterhaltungsmusik gesungen. Die großen, klassischen Werke für Chor und Orchester sind für mich eine neue, ganz besondere Herausforderung. Die Arbeit mit einem Profi wie Andreas Jetter machen die Projekte zu einem außergewöhnlichen Erlebnis.

Heidrun aus Immendingen, seit 2015 im bmc

Ich bin begeistert von der hohen Stimmqualität als auch vom exzellenten Dirigat unseres Chorleiters. Deshalb nehme ich gerne den langen Anfahrtsweg aus dem Kreis Waldshut in kauf. 

Monika aus Jestetten, seit 24 Jahren im BMC

Das aktuelle Werk: ‚Quo Vadis‘

DER BODENSEE MADRIGALCHOR

Dramatische Szenen für Soli, Chor Orchester und Orgel

Komponist: Felix Nowowiejski (1877-1946)

* BMC-PREMIERE MÄRZ 2019 *

Der Komponist

Felix Nowowiejski

Ein Lebensbild von Otto Richard aus „Die Tonkunst“, Berlin, vom 1. Oktober 1909

Wohl die eigenartigste und dabei eine der bedeutendsten Erscheinungen unter allen jüngeren Berliner Komponisten dürfte Felix Nowowiejski sein. (Jetzt zum Direktor der Musikalischen Gesellschaft in Krakau ernannt.) Ein Jugendleben, das von der sonnigen Jugend Mendelsohns himmelweit entfernt ist, hat die Individualität fest geformt, einen Charakter geschaffen, der sich in seinen Werken scharf ausprägt. Die Jugendgeschichte des erst 32-jährigen Künstlers ist so wechselvoll und reich an misslichen Hemmnissen, dass nur der Funke des göttlichen Feuers der Künstlerschaft, der in diesem jungen Feuergeiste schlummerte, imstande war sich hindurchzuringen durch die Misere des Alltagslebens zu heller Entfachung.

Als 4. Sohn einer mit 15 Kindern gesegneten Familie in Wartenburg im Ermlande am 7. Februar 1877 geboren, absolvierte der Knabe zunächst die Elementarschule. Seiner Begabung entsprechend für den Lehrerberuf bestimmt, fand er darauf Aufnahme in der Stiftsschule „Heilige Linde“ in Ostpreußen. Hier warf er sich der geliebten Frau Musika an die Brust. Als seine Eltern verarmten, trat er 1890 als Violinist in die Regimentskapelle des 2. Ostpreußischen Grenadier-Regiments Nr. 4 in Allenstein in Ostpreußen ein, wo er sich nicht nur weiter ausbilden konnte, sondern auch infolge der inzwischen erworbenen Virtuosität in Gönnerkreisen die pekuniären Mittel erwarb um seine Studien fortsetzen zu können. Hier strahlte ihm zum ersten Mal des Glückes Sonne, als er für eine nach London eingesandte Komposition den ersten Preis erhielt. Im Jahre 1890 begab er sich nach Berlin ins Sternsche Musikkonservatorium , studierte dort Theorie und Kontrapunkt bei Professor Bußler, Komposition bei Professor Taubert und „gradus ad parnassum“ bei Professor Bellermann, vervollkommnete sich im Orgelspiel bei Professor Dienel, im Orchester bei Professor Holländer. Die erste Organistenstelle an der Domkirche in Allenstein wurde ihm hierauf übertragen. Als ihm ein zweiter Musikpreis zufiel, ging er nach Regensburg um bei Professor Haller weiter Kontrapunkt zu studieren und bei Professor Haberi den Palestrinastil und den gregorianischen Choral kennen zu lernen. Nach Einsendung einer Synphonie an die königliche Akademie der Künste in Berlin wurde Nowowiejski in die Meisterschule für klassische Komposition unter Professor Max Bruch aufgenommen. Zwei für Kompositionen gewonnene staatliche größere Prämien ermöglichen ihm seine fast vierjährige Studienzeit bei Bruch. Nowowiejski hatte sich an der Berliner Universität immatrikulieren lassen, hörte Vorlesungen und mühte sich nebenher im Kampf mit dem Leben abends in kleinen Chorvereinen ab. Erst 1902 begann für Nowowiejski ein leuchtender Punkt in seinem mühevollen Leben. Das war die erstmalige Erringung des großen Meyerbeer-Preises (4500MK.) für das Oratorium „Heimkehr des verlorenen Sohnes“. Dem jungen Künstler waren nunmehr nicht länger die Flügel gebunden, und hinaus in die Hauptstädte des Kontinents zog es ihn. Ununterbrochen war er tätig und holte sich im Jahre 1904 für die A-moll und H-moll-Synphonien zum zweiten Mal den Meyerbeer-Preis. Rechnen wir zu dem Lemberger Preise den Stegespreis aus dem Jahre 189 (Britisch Musicain), zwei Staatspreise der königlichen Akademie der Künste in Berlin 1900 und 1901, den ersten Preis aus dem Beethoven-Paderewski-Wettbewerb für die Overtüre „Polnische Brautwerbung“ und April 1907 in Avondale-Chicago den 1. Preis für die Kantate für Chor, Orchester und Orgel, so ergibt sich, dass Nowowiejski nicht weniger als siebenmal in großen staatlichen Musikwettbewerben als erster Sieger hervorgegangen ist, ein wohl einzig dastehener Fall, und das stolze Urteil des „Welt-Jahrbuch 1908“: „Nowowiejskis ungewöhnliches Talent, seine Beharrlichkeit, sein Streben wie auch sein Zielbewusstsein, seine ernste Auffassung dieses Zieles und die bisherigen Resultate bezeugen uns, dass wir es hier mit einem Künstler von Gottes Gnaden, mit einem nicht nur berufenen, sondern „auserwählten Meister“ zu tun haben“, erscheint voll berechtigt.

Außer den vorstehend angeführten Preisgekrönten Werken hat Nowowiejski eine Oper „Der Kompass“ vollendet. Neben den Oratorien „Die Auffindung des heiligen Kreuzes“ und „Paulus in Athen“, verdient vor allem das dramatische Oratorium „Quo vadis“ Schauplatz der Handlung: Rom 62 nach Christus unter Kaiser Nero (Hofmusikverlag Aloys Maier in Fulda) besonderer Aufmerksamkeit.

Die Solisten
Irene Mattausch Sopran (Lygia) www.irene-mattausch.com
Markus Volpert Bariton (Petrus) www.markusvolpert.com
Huub Claessens Bass (Oberbefehlshaber der Prätorianer) www.onepoint.fm/huubclaessens
Das Orchster

Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz
http://www.philharmonie-konstanz.de

So klingt das Wehklagen in den Katakomben

Vor 100 Jahren war es in ganz Europa der absolute Renner – das Oratorium „Quo Vadis“ in der großen Besetzung für Soli, gemischten Chor, Orgel und Orchester nach Henryk Sienkiewiczs gleichnamigen Roman von Feliks Nowowiejski. 

Nowowiejski komponierte sein Oratorium 1903. In den darauf folgenden dreißig Jahren wurde es mehr als 200 Mal in ganz Europa und in beiden Amerikas aufgeführt. Nicht zuletzt weil die literarische Vorlage, Henryk Sienkiewiczs Roman gleichen Titels, sehr bekannt war. Für sein literarisches Schaffen war der polnische Schriftsteller Sienkiewicz 1905 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet worden – die Popularität seines Romans „Quo Vadis“ dürfte daran einen beträchtlichen Anteil gehabt haben. Viele der Werke Nowowiejskis sind Ausdruck einer Identitätssuche, vor allem auch das Oratorium „Quo Vadis“. Doch es verkörpert ebenso allgemein humanistische Werte – wie das literarische Werk Sienkiewiczs – und taugt nicht zur politischen Vereinnahmung, weder damals noch heute.

Um sich einen Eindruck zu verschaffen, starten Sie das Video unten:

Historische Aufführungen

Das neue, dramatische Oratorium

„Quo vadis“

fesselnd auch durch den texlichen Inhalt: „das brennende Rom unter Kaiser Nero und die Christenverfolgung“ bildet die erfolgreichste Oratorien-Novität der Saison.

Aufführungen 1910/11 bereits in:

Amsterdam (4 Aufführungen besucht von 8000 Zuhörern)

Heilbronn

Kempten

Fürth (2 Aufführungen im Stadttheater)

Altenessen

Pirmasens

Esslingen

Herzogenbusch

Görlitz (Philharmonie

Trier

Milwaukee

Nijmegen

Arnheim

Cleve

Leipzig (Philharmonischer Chor)

Lemberg

Krakau

Brünn

Olmütz

Bremerhaven

Innsbruck

Danzig (Sing-Akademie)

Geschichte

Quo Vadis? ist ein Roman des polnischen Schriftstellers Henryk Sienkiewicz, der die Anfänge des Christentums in Rom zur Zeit Neros beschreibt. Er wurde 1895 erstmals veröffentlicht. Inspiriert wurde Sienkiewicz von einer alten Legende über eine Begegnung des Apostels Petrus mit Jesus (siehe Quo vadis).

Inhalt
Der Roman erzählt die Liebesgeschichte zwischen dem jungen Patrizier Marcus Vinicius und Lygia, einer Königstochter vom Volk der Lygier, die als Geisel nach Rom kam. Sie ist Christin. Allmählich geraten die Liebenden in den Strudel der Ereignisse um die Christenverfolgungen im Jahr 64 unter Nero.

Als Prototypen der Christen werden Lygia und die gerade in Rom weilenden Apostel Petrus und Paulus beschrieben. Als ihre Gegner treten Nero, Poppaea Sabina und Tigellinus auf. Weitere wichtige Gestalten sind Petronius, der im Roman den Rang eines Kanzlers innehat sowie der General im Ruhestand Aulus Plautius und dessen Ehefrau Pomponia Graecina (Lygias Adoptiveltern) sowie der General im Ruhestand Aulus Plautius und dessen Ehefrau Pomponia Graecina (Lygias Adoptiveltern).

Hintergrund
Der Roman war bereits kurz nach seinem Erscheinen ein Bestseller. Umstritten waren einzig die teilweise detailliert beschriebenen Grausamkeiten in den Kapiteln über die Hinrichtung der Christen (u. a. Zerreißen durch wilde Tiere, Verwendung als lebende Fackeln), wie sie auch in dem Spielfilm von 1951 recht drastisch gezeigt werden. Doch folgt Sienkiewicz hier einer historiographischen Vorlage, dem Kapitel über die Christenverfolgung in den „Annalen“ des Tacitus.[1] Auch sonst ist der Roman historisch insgesamt korrekt. Er ist prochristlich und endet mit einer Andeutung der weiteren Entwicklung der Kirche in Rom.

Zur Zeit der Entstehung des Romans war Polen, die Heimat des Autors, zwischen dem russischen Reich, dem deutschen Reich und Österreich-Ungarn geteilt (Polnische Teilungen). Dies dürfte das Motiv von Unterdrückung und Verfolgung wesentlich miterklären. Auch die weibliche Hauptperson „Lygia“ symbolisiert für Sienkiewicz das unterdrückte Polen, denn die Lygier siedelten zur historischen Zeit des Romans im Gebiet des späteren Großpolen.

Einige Protagonisten sind historische Personen. Marcus Vinicius, Lygia und Ursus allerdings wurden erfunden. Pomponia, die Ehefrau von Aulus Plautius, wurde nachweislich angeklagt, einer feindlichen Religion anzugehören (vermutlich Christentum, aber nicht nachweisbar), von einem Familiengericht aber als unschuldig befunden. Die Darstellung von Aulus Plautius und Pomponia als christliche Märtyrer entbehrt historischer Realität.

Sienkiewicz erhielt 1905 den Nobelpreis für Literatur, Quo vadis? war ein wesentlicher Grund dafür.

Verfilmungen
Der Roman wurde bereits 1901[2] zum ersten Mal und danach noch mehrere Male verfilmt. Die italienische Verfilmung von Enrico Guazzoni aus dem Jahre 1913 wurde der erste große Monumentalfilm der Filmgeschichte. Am bekanntesten wurde der Hollywood-Film aus dem Jahr 1951, der – bis auf den Schluss (im Film wird Nero, dargestellt von Peter Ustinov, unmittelbar nach der Christenverfolgung zum Suizid gezwungen) – als eine recht werkgetreue Verfilmung angesehen werden kann (Regisseur Mervyn Le Roy).

1985 entstand eine italienische Fernsehserie mit Klaus Maria Brandauer als Nero (Regie Franco Rossi). Eine polnische Adaption des historischen Romans legte Jerzy Kawalerowicz im Jahre 2001 vor.

Vertonung
Der Roman war Grundlage für das Oratorium „Quo Vadis“ des polnischen Komponisten Feliks Nowowiejski aus dem Jahre 1903

Bild: Von Copyright George Kleine (expired) – Library of Congress[1], Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6308225

Weitere Informationen / Hörproben

Libretto

Das Libretto zum Stück können Sie sich über folgenden Button herunterladen

Libretto Download


Beitrag: So klingt es, wenn Rom brennt

Deutschlandfunkkultur berichtet am 03.07.2016 über Nowowiejskis Oratorium „Quo Vadis“

Zum Beitrag


Infos zur CD- Aufnahme von Quo Vadis

Der Online-Händler Amazon bietet die auf Deutsch gesungene Aufnahme der CD an.

Felix Nowowiejski (1877-1946) (auf Deutsch) Quo Vadis, scènes dramatiques d’après l’oeuvre d’Henryk Sienkiewicz, pour voix seules, choeur, orchestre et orgue, op. 30


Copyright: Label DUX
Scène I
Scène II
Scène III
Scène IV
Scène V

Aleksandra Kurzak, soprano
Artur Rucinski, baryton
Sebastian Szumski, baryton
Rafal Siwek, basse
Arkadiusz Bialic, orgue
Choeur de chambre
Górecki Wlodzmierz Siedlkik, direction
Orchestre Philharmonique de Olsztyn
Orchestre Symphonique Felix Nowowiejski
Piotr Sulkowski, direction

Wer sich schon einmal einen Eindruck von dieser Aufnahme verschaffen möchte, für den gibt es auf YouTube Einblicke in die Probenarbeit zur Aufnahme der oben genannten CD.

Letztes Werk: ‚MOSES‘

2016: Oratorium MOSES, Max Bruch

Unter der Leitung seines neuen hochmusikalischen Dirigenten Andreas Jetter wagte sich der Bodensee-Madrigalchor an ein zu Unrecht selten aufgeführtes Werk, das Oratorium „MOSES“ von Max Bruch. Die anspruchsvolle, gründliche Probenarbeit hat sich gelohnt. Andreas Jetter vermochte Bruchs packendes Oratorium voll melodischer Kraft und Dramatik nicht nur dem Chor, sondern auch den Zuhörern nahe zu bringen. Die Solistenpartien hätten nicht passender besetzt werden können: Irene Mattausch als Engel des Herrn, Christoph Waltle als Aaron und Markus Volpert als Moses. Die Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz, ein langjähriger, verlässlicher Partner des bmc,   und Irene Roth an der Orgel begleiteten Chor und Solisten. Die  Zuhörerinnen und Zuhörer waren berührt und begeistert – kaum jemand hatte vorher von Bruchs „MOSES“ gehört – eindrucksvolle Stille und stehende Ovationen waren Zeichen des Dankes an alle Ausführenden.

Aufführungen

14. Oktober 2016 in der Liebfrauenkirche in Singen D (Gedenkkonzert für Heinz Bucher) 

15.Oktober 2016 in der Kirche St. Laurenzen in St. Gallen CH

16.Oktober 2016 in der Kirche St.Johann Schaffhausen CH (Benefizkonzert für médecins sans frontières)

Solisten

Irene Mattausch (https://www.irene-mattausch.com)

Christoph Waltle (http://christophwaltle.ch)

Markus Volpert (https://www.markusvolpert.com/cv)

Orchester

Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz (http://www.philharmonie-konstanz.de)

Pressestimmen

Hier geht es zur Besprechung des Konzerts in der online Ausgabe des Südkuriers Singen

Interviews

Mit A. Jetter zum Oratorium Moses von Max Bruch: „Ein wahres Feuerwerk“

Die Proben

Ohne Probe geht nichts

Die Konzerte bedürfen einer intensiven Vorbereitungsphase, die meist mehr als ein Jahr in Anspruch nehmen kann.

Die Proben finden etwa 14-tägig nach einem zuvor festgelegten Probenplan statt, der halbjährlich herausgegeben wird.

Wer sich unverbindlich einen Eindruck über unsere Probenarbeit verschaffen möchte ist jederzeit herzlich willkommen. 

Probenort

Wir proben in der Grund- und Werkrealschule
Tuttlinger Str. 9, 78333 Stockach, Deutschland

Ab Oktober finden in der Schule umfangreiche Umbauarbeiten statt. Wir informieren Sie an dieser Stelle rechtzeitig über einen Wechsel des Probenortes.

Grund-, Haupt- und Werkrealschule Stockach

Hier proben wir: Tuttlinger Str. 9, 78333 Stockach

Die Jüngeren schätzen die 14-tägigen Proben sehr, denn die lassen sich mit Beruf und Kindern gut vereinbaren. Die Samstags-Proben und Probenwochenenden runden das Ganze ab und geben neben der intensiven Arbeit auch Gelegenheit sich gegenseitig besser kennen zu lernen. Das stärkt das WIR-Gefühl und das kann man im Gesamtergebnis hören.

Der richtige Ton…

…und das Gespür für das Orchester

Damit wir auch immer den richtigen Ton treffen, werden wir in den Proben von unserem Korrepetitor Siegfried Zielke am Flügel geduldig und bestens begleitet. Für seine langjährige Unterstützung sind wir sehr dankbar.


Übungsmaterial

Für die Nach- und Vorbereitung der Proben spielt unser Korrepetitor jede Stimme separat auf mp3-fiiles ein. Die Übe-Stücke können im internen Bereich angehört bzw. heruntergeladen werden.

Stimmbildung

Vor dem Einsingen werden alle „Saiten“ gestimmt.

Stimmbildnerin Anja Stäbler zeigt uns, wie Kopf und Bauch zusammenarbeiten müssen, damit die Stimme trägt und sich gut anhört.

Das Ergebnis der Stimmbildnerin ist nicht nur zu hören, sondern auch im strahlenden Gesicht des Dirigenten zu sehen.

Jede Probe ist ein musikalisches Erlebnis.

Angelika aus Bodman-Ludwigshafen, seit 2011 im bmc

Mir ist der bmc sehr ans Herz gewachsen. Es ist mir wichtig, dass er gute neue Sänger/-innen findet, die ebenso begeistert wie wir „Alten“ im Chor mitsingen.

Adelheid aus Tuttlingen, seit 1970 im bmc

Gib uns deine Stimme und mach mit!

Für unser neues, anspruchsvolles Chorprojekt suchen wir geübte Sängerinnen und Sänger. Voraussetzung ist nicht das Singen vom Blatt, aber Noten lesen solltest Du schon können und Du solltest auch über eine gute flexible Stimme verfügen.

Vor allem aber solltest Du den Willen haben, regelmäßig an den Proben teilzunehmen und das Erarbeitete zu Hause zu vertiefen. Aber keine Sorge – niemand muss bei uns einzeln vorsingen!

> Geplante Aufführungen im März 2019.

> Proben sind 14-tägig, jeweils Freitag 17 – 19.30 Uhr. Zusatzproben als Intensivproben 2-3 mal jährlich jeweils Samstag 09.30 – 16.30 Uhr.

> Des Weiteren gibt es Probenwochenenden einmal im Jahr von Freitagabend bis Sonntagmittag.

> Außerdem bieten wir Stimmbildung.

> Die Proben werden von einem Korrepetitor begleitet.

Wir proben in der Grund-, Haupt- und Werkrealschule Stockach.

Bei Interesse wende Dich bitte an

Reinhold Beirer

eMail: 1.vorsitz@bodensee-madrigalchor.de

Die Probenzeiten sind für mich ideal vereinbar mit Beruf und Familie. Es ist für mich eine besondere Herausforderung mit Ehrgeiz ein hohes Niveau zu erreichen.

Sandra aus Rielasingen-Worblingen, seit 2010 im bmc

Eingestiegen bin ich als Projektsänger zur „Schöpfung“.

Seither bin ich mit Begeisterung dabei, freue mich nicht nur auf die tollen Konzerte sondern auch auf jede Probe. Wo sonst kann man mit solch professionellen Musikern, Dirigent, Solisten und großem Orchester gemeinsam so großartige Werke mitgestalten.

Reinhold aus Ludwigshafen, seit 2008 im Chor

Der bmc ist eine tolle Gemeinschaft und hat mit Andreas Jetter einen erstklassigen Dirigenten. Die alten, unbekannten Werke die er mit dem Chor einstudiert, stellen die Sängerinnen und Sänger vor eine ganz neue Herausforderung, der sich jeder Einzelne mit viel Freude und Ehrgeiz stellt.

Darin sind sich alle einig!

Ihr Kontakt zu uns - wir freuen uns über Ihre Nachricht