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Wir konnten bereits einmal auftreten!

Am Sonntag, dem 9.2.2020, während der Messfeier in der katholischen Kirche St. Oswald in Stockach gab der wiedererstandene Bodensee-Madrigalchor sein Debüt mit einer Darbietung der „Messe de St.Jean“ (1888) von Charles Gounod.

Gounod im Jahre 1887 (Fotografie von Nadar)

Die klangvolle und stimmgewaltige Wirkung des Chores beeindruckte die Gottesdienstbesucher sehr.

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Was wir als Nächstes vorhaben:

Wir proben das Gloria in D von Antonio Vivaldi

Wer kennt nicht Vivaldis „Die vier Jahreszeiten“? Es ist wohl eines der bekanntesten Werke der barocken Musik überhaupt.

Als  Antonio Vivaldi ( geb. 1678) 25 Jahre alt war, wurde er Musiklehrer in einem Heim für Waisenmädchen in Venedig, dem Ospedale della Pietà.  Ab 1716 war er dann Leiter des in der damaligen Zeit berühmten Orchesters des Ospedale, für das er etliche Violinkonzerte und Sonaten schrieb.

Um so verwunderlicher ist es, dass Vivaldi lange Zeit ein vergessener Komponist war und erst zu Beginn des letzten Jahrhunderts wiederentdeckt wurde. Im Alter von 62 Jahren (1730) musste er in seiner Heimatstadt Venedig erleben, wie sich der Musikgeschmack änderte und seine Musik nicht mehr gefragt war.

So setzte er seine Hoffnung auf Wien. Als er 72jährig dorthin zog, blieb er aber unbeachtet und starb bald darauf. Sein einfaches Grab gibt es nicht mehr, da es dem Gebäude der Technischen Universität am Karlsplatz weichen musste. Nur eine Gedenktafel erinnert an ihn.

 
 

Vivaldis „Gloria in D“ ist eine eigenständige Komposition und nicht etwa, wie man vermuten könnte, nur ein Mess-Satz, der zu einer größeren Messe gehört. Das Originalmanuskript ist verloren gegangen. Es gibt jedoch mehrere erhaltene Abschriften, die im heutigen Polen aufgefunden wurden (Warschau, Universitätsbibliothek / Augustinerkloster „Maria auf dem Sande“ bei Breslau).

2019 erschien ein Roman über das Leben von Vivaldi: Peter Schneider, „Vivaldi und seine Töchter“. Vivaldi war Priester und hatte keine Töchter. Gemeint sind Vivaldis Schülerinnen im Waisenhaus Ospedale della Pietà .

Hier ein Link zu einer umfangreichen Rezension des Vivaldi-Buches.