Geschichte des Chores

Geschichte des Chores

Der Bodensee-Madrigalchor – kurz bmc genannt –

ging aus einem Beitrag zum Jahrestreffen der Internationalen Musischen Tagung (IMTA) in Überlingen am Bodensee im Jahre 1968 hervor. Seit 1957 trafen sich musisch interessierte Lehrpersonen aus den Ländern rund um den Bodensee einmal im Jahr; und dabei gab es nicht nur Vorträge und Erfahrungsaustausch, sondern auch Darbietungen. Der Auftritt der von Heinz Bucher (Leiter des Fachseminars Musik auf deutscher Seite) ad hoc gegründeten Gruppe von Junglehrerinnen und Junglehrern war so beeindruckend und erfolgreich, dass die Sängerinnen und Sänger zusammen blieben und einen permanenten Chor bildeten, zu dem rasch auch Personen stießen, die nicht im Schuldienst waren. Und natürlich wurde dieser Chor auch international: deutsch-schweizerisch.

Schon ab 1970, also nur zwei Jahre nach seiner Gründung, ging der Chor auf Tournee und gastierte in verschiedenen europäischen Ländern und sogar in Übersee. Daneben gab es fast jährliche Aufführungen großer Werke in den „Stammländern“ des Chores, in Deutschland und in der Schweiz. Für manche Aufführungen, wie z.B. Die Schöpfung von Joseph Haydn, erweiterte sich der bmc zum Projektchor, bei dem zahlreiche Gastsänger mitwirkten.

Heinz Bucher leitete den Chor ununterbrochen 46 Jahre lang bis zum Jahre 2014, als ihn gesundheitliche Gründe zwangen, den Taktstock in jüngere Hände zu geben.

Von 2015 bis 2018 übernahm Andreas Jetter das Dirigat und erarbeitete in dieser Zeit mit dem Chor zwei eher selten aufgeführte kirchenmusikalische Werke mit aufwändiger Orchester- und Orgelbegleitung: Max Bruchs „Moses“ und Feliks Nowowiejskis „Quo vadis“.

Nach der völlig unerwarteten Aufkündigung seiner Chorleitertätigkeit durch Herrn Jetter schien es eine Zeitlang,  als ob auch die Existenz des Chores selbst zu Ende gekommen wäre. Doch eine bereits beschlossene Auflösung wurde im Februar 2020 rückgängig gemacht. Mit dem Kantor der Stadtpfarrkirche von Stockach, Zeno Bianchini, als Dirigenten ist ein Neuanfang gelungen. gelungen.            

Am 9. Februar 2020 sang der bmc unter seiner Leitung die „Messe de St. Jean“ von Charles Gounod im Rahmen eines Gottesdienstes. Das nächste Ziel sind zwei Konzerte von Antonio Vivaldis „Gloria in D“ am 11. Oktober 2020 in       St. Oswald in Stockach und am 18. Oktober 2020 in  St. Jakob in Pfullendorf.

Zum 45jährigen Jubiläum des bmc im Jahre 2014 schrieb Ursula Anger einen ausführlichen  „Blick zurück“, der hier nachgelesen werden kann.